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Muschelkernperlen

Muschelkernperlen

 

Bei einer Muschelkernperle handelt es sich um eine Perle, die aus einem mit vielen Schichten aus Perlmuttstaub ummantelten Kern besteht. Dieser aus Schalenmaterial der Mutterauster gefertigte Kern ist sehr hart. Alle verwendeten organischen Bestandteile einer Muschelkernperle stammen aus derselben Muschel. Mit den gewünschten Farbpartikeln angereichert, lassen sich in dem Herstellungsprozess sowohl die Farbnuance und die Form der Perle als auch deren Größe genau kontrollieren und beeinflussen. Bei echten Muschelkernperlen besteht der Kern aus Schalenmaterial beziehungsweise Perlmutt, einer von der Auster selbst produzierten Schutzschicht. Bei anderen Varianten kommen künstliche Materialien wie Glas oder Kunststoff als Perlenkern zum Einsatz. Auch ein Überzug mit verschiedenen Lackschichten ist für die Imitation des typischen und hoch geschätzten Lüsters einer natürlichen Perle möglich. Die organischen Schmuckperlen, darunter auch Tahiti Muschelkernperlen oder Südsee Muschelkernperlen, werden in verschiedenen Ländern hergestellt und sind eine günstige Alternative zu echten Zuchtperlen. Schließlich können sie wie ihre natürlich Pendants zu Schmuckstücken aller Art, vor allem aber Ketten in speziellen Längen, Ohrringen und Armbändern, verarbeitet werden.

 

Was sind die Vor- und Nachteile von Muschelkernperlen gegenüber Zuchtperlen?

Aufgrund ihrer maschinellen Fertigung können bei Muschelkernperlen verschiedene Eigenschaften erzielt werden. Darunter fallen Qualitätsmerkmale, nach denen alle Perlen weltweit bewertet werden. Die komplett runde Form und die makellose Oberflächenbeschaffenheit einer Muschelkernperle ist bei natürlichen Südsee- und Tahiti-Perlen äußerst selten und beträgt auch bei Zuchtperlen nur einen sehr geringen Prozentsatz des geernteten Naturproduktes. Auch die unter Zuchtperlen besonders wertvollen Größen von bis zu 15 Millimetern Durchmesser kommen bei der Produktion von Muschelkernperlen häufiger vor. Die Farbvielfalt echter Zuchtperlen ist mit ihren pastelligen Nuancen in Lachs, Flieder, Apricot, Champagner und natürlich Weiß bereits groß. Die aus der schwarzlippigen Perlenauster gewonnenen Tahiti-Perlen erweitern das Spektrum noch um Töne zwischen Anthrazit und Schwarz, die vom jeweiligen Erbgut der Mutterauster abhängig sind. Die freie Wählbarkeit weiterer Farbschattierungen ist jedoch nur bei der Muschelkernperle vorhanden, was sie zu einem flexiblen Produkt in der Juwelierskunstmacht.Die Herstellung von echten Südsee Muschelkernperlen und den dunkleren Tahiti-Muschelkernperlen verläuft außerdem wesentlich kostengünstiger und schneller als die der Zuchtperlen, deren Wachstum grundsätzlich mehrere Jahre dauert und zuvor erheblichen Vorbereitungsaufwand verlangt. Gerade deswegen genießen Zuchtperlen als Naturprodukt allerdings auch eine große Wertschätzung unter Schmuckkennern und Händlern. Die Abhängigkeit von naturgegebenen Prozessen stellt Perlenzüchter jedoch immer wieder vor unvorhersehbare Herausforderungen. Optische Unterschiede zwischen den beiden Varianten kann man von außen nicht feststellen und auch die Pflege der Perlen ist auf Grund ihrer organischen Bestandteile dieselbe.

 

Wie werden Muschelkernperlen noch genannt?

Es gibt nicht nur Perlen aus den unterschiedlichsten Materialien und in unzähligen Formen und Farben, auch der Name einer bestimmten Perlenart kann mitunter stark variieren. Das liegt unter anderem an den stetig weiter entwickelten Züchtungs- und Produktionsmethoden der noch immer seltenen Perlen. Dadurch werden namentliche Differenzierungen notwendig. Wer also zur Entstehung und Geschichte von Muschelkernperlen recherchieren oder auch welche kaufen möchte, sollte ebenso unter dem verkürzten Namen „MK Perlen“ oder auch Shellperlen suchen. Auch der englische Begriff „shell pearls“ wird oft verwendet.

Quelle: Aviano Jewels GmbH - www.muschelkernperlen.de